Seifenblasen

Die Temperaturen steigen stetig und eigentlich haben wir in Berlin schon seit Mitte Februar Frühlingsgefühle. Nun steht der Frühling auch offiziell vor der Tür und die Berliner kriechen langsam aus ihren Löchern. Viele sagen, dass Berlin im Frühling (und Sommer) am allerschönsten ist, denn dann blühen die Obstbäume, Alleen und Parks auf und überall wird’s saftig grün. Wir erzählen euch, was ihr im Berliner Frühling unbedingt mitnehmen solltet.

Über Märkte bummeln

Sobald es wärmer wird herrscht auf den Berliner Märkten auch wieder reges Treiben. Wenn man Lust auf frisches Essen hat oder einfach mal im Berliner Trubel untertauchen will, sind Märkte der ideale Ort dafür. Ein besonders schöner Markt befindet sich keine drei Kilometer von unserem Hostel entlang des Maybachufers in Kreuzberg. Dort gibt es immer dienstags und freitags einen tollen türkischen Markt mit frischem Obst und Gemüse, warmen Snacks und kunterbunten Stoffen. Für Kreative gibt es dort außerdem jeden Samstag denn Markt „Neuköllner Stoff“ mit selbstgemachten Sachen, Stoffen und leckerem Essen und Trinken. Zu Fuß seid ihr in einer halben Stunde am Markt.

Gleich um die Ecke vom Industriepalast gibt es einen sehr schönen Flohmarkt auf dem RAW Gelände wo ihr günstiges Allerlei kaufen könnt – von Klamotten über Bücher bis hin zu Werkzeug, hier gibt es einfach alles. Der Flohmarkt öffnet immer Samstag von 9 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr und ist zu Fuß in nur 5 Minuten vom Hostel zu erreichen.

Wenn das manchmal unberechenbare Frühlingswetter doch mal zuschlägt, dann könnt ihr durch die „Markthalle Neun“ in Kreuzberg schlendern und schlemmen. Dort werden freitags und samstags regionale und biologische Nahrungsmittel unter Dach verkauft. Etwas Warmes gibt es hier auch. Zum Beispiel jeden Donnerstag am „Streetfood Thurday“ von 17-22 Uhr, wo ihr Leckereien aus aller Welt probieren könnt. Zu Fuß seid ihr in nur 20 Minuten an der Markthalle Neun. Ansonsten könnt ihr auch zwei Stationen mit der U-Bahn bis zum Görlitzer Bahnhof fahren – von dort sind es nur noch 5 Minuten zu Fuß. Gewappnet mit leckerem Essen lässt es sich übrigens super am Ufer des Landwehrkanals oder an der Spree picknicken und das Berliner Leben genießen.

Blumen schnuppern

Sobald die ersten Blumen und Bäume anfangen zu blühen duftet es herrlich in Berlin. Am besten kann man das blühende Berlin in einem großen Garten „erschnuppern“. Dafür könnte man zum Beispiel den riesigen Botanischen Garten in Berlin-Dahlem besuchen, welcher unter Anderem einen Moosgarten, Sumpft- und Wassergarten, Arzneipflanzengarten oder einen italienischen Garten beinhaltet. Für 6 € (ermäßigt 3 €) könnt ihr dort den ganzen Tag im Garten verbringen. Ein weiterer schöner Garten ist der „Britzer Garten“ im Bezirk Neukölln. Dort gibt es neben duftenden Dahlien, Tulpen und Rhododendren auch die Möglichkeit Boot zu fahren, Gartenschach zu spielen oder im Restaurant lecker zu essen. Mit Bus und U-Bahn ist man in knapp 45 Minuten am Garten (Haltestelle „Windrößchenweg“).

Gärtnern und Buddeln

Berlin ist eine der grünsten Großstädte Deutschlands und ganz vorne mit dabei was Urban Gardening (= städtisches Gärtnern) angeht. Dieses Konzept ermöglicht es Städtern Bezug zu ihren Nahrungsmitteln zu bekommen und nachhaltig angebautes Obst und Gemüse zu genießen. Ein sehr schönes  Urban Gardening Projekt befindet sich am Moritzplatz in Kreuzberg – der Prinzessinnengarten. Dort werden in sämtlichen Körben, Kisten etc. frisches Obst, Gemüse und Kräuter angepflanzt und eigene Bienen gehalten. Die Gartensaison beginnt im April – jeden Donnerstag (15-18 Uhr) und Samstag  (11-14 Uhr) kann man sich dann die Hände bei den offenen Gartenarbeitsstunden schmutzig machen. Des Weiteren organisiert der Prinzessinnengarten Workshops, verkauft Essen frisch aus dem Garten und veranstaltet regelmäßig einen gemütlichen Flohmarkt. Ein ähnliches Konzept der gemeinschaftlichen Freiraumnutzung befindet sich auf dem Tempelhofer Feld „Tempelhofer Freiheit“. Auch dort werden Nahrungsmittel nachhaltig angebaut und im Sommer kann man sich jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr über das Pionierprojekt „Allmende Kontor“ informieren.

Mit dem Fahrrad durch Berlin

Über Berlin fliegen

Von oben hat man einen wunderbaren Überblick über das grüne und erblühte Berlin im Frühling. Vom „Checkpoint Charlie“ Museum an der U-Bahnstation Kochstraße aus kann man mit dem WELT Ballon ca. 15 Minuten lang bis zu 150 Meter über Berlin steigen. Wenn man eine DKB Visa-Karte besitzt kann man dieses Vergnügen sogar umsonst erleben! Eine DKB Karte zählt dort nämlich als Eintrittskarte, wenn man sie zusammen mit seinem Personalausweis vorlegt. Ab März kann man täglich von 10 bis 22 Uhr mit dem WELT Heißluftballon fliegen. Von der Insel der Jugend am Treptower Park aus kann man außerdem einen Rundflug per Wasserflugzeug buchen und eine Stunde lang über Berliner Sehenswürdigkeiten fliegen. Wir wünschen guten Flug!

Kaffee trinken in der Sonne

Kaffee (auf Berlinerisch mit kurzem „e“) trinken ist eine der Lieblingsbeschäftigungen der Berliner – vor allem, wenn die Sonne scheint. Dann kann man sich nämlich endlich wieder raus in die Sonne setzen. Da es in der Nähe vom Industriepalast Hostel nur so von schönen Cafés wimmelt, werdet ihr hier sicher fündig. Auf der Friedrichshainer Seite der Spree findet ihr im „Simon-Dach-Kiez“ jede Menge Cafés und auf der Kreuzberger Seite gibt es gleich nach der Oberbaumbrücke sämtliche Optionen für Kaffee und Kuchen in der Sonne. Sehr guten frischgerösteten Kaffee und himmlischen (Käse-)kuchen bekommt ihr zum Beispiel im hippen Café „Five Elephant“  auf der Reichenberger Straße in Kreuzberg. Gleich um die Ecke gibt es am „Dreiländereck“ des Landwehrkanals den großen türkischen Biergarten „Burg am See“. Hier gibt es neben Bier auch leckeres türkisches Frühstück, Pizza, Gegrilltes und Kuchen. Während man schmaust und trinkt, können Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz umhertoben und man hat einen super Blick auf den Kanal.

Nun kann der Frühling kommen! Wir freuen uns drauf und auch ihr solltet die Gelegenheit am Schopf ergreifen und uns in der Hauptstadt besuchen.

Bis dahin

Eure Norma

Bloggerin und Rezeptionistin im Industriepalast

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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