Berghain

Der vielleicht berühmteste Techno-Club Europas feiert Geburstag: Das Berghain wird zehn Jahre alt. Zum Jubiläum schenkt sich die Legende im Friedrichshainer Nachtleben eine Ausstellung bekannter Künstlerinnern und Künstler, die alle ihrem ganz persönlichen Bezug zum Club Ausdruck verleihen.

Schon als das Berghain 2004 in dem leerstehenden Gebäude eines ehemaligen Heizkraftwerks eröffnete, war das kein gewöhnlicher Club: Hervorgegangen aus dem legendären Techno-Schuppen „Ostgut“, der 2003 der neu gebauten O2-World weichen musste, verlagert sich quasi über Nacht das Zentrum der Berliner Techno-Szene hierher. In den zehn Jahren seit den ersten Partys hat sich das Berghain stark entwickelt und ist inzwischen weit mehr als „nur“ ein Nachtclub. Konzerte und Kunstprojekte, Filmdrehs und sogar Ballett-Aufführungen fanden hier schon statt. Der Name ist bekannt auf der ganzen Welt und steht sinnbildlich für das harte, einzigartige Nachtleben Berlins, das im Berghain am Freitag beginnt und zwischen Sonnabend und Montagvormittag kein Ende hat.

Im Dezember jährt sich die Eröffnung des Berghain zum zehnten Mal, doch schon seit Donnerstag setzt sich die Pilgerstätte der Feierwütigen ein – wenn auch temporäres – künstlerisches Denkmal. In der Halle am Berghain stellen neun mit dem Club verbundene Künstler eigens für das Jubiläum geschaffene Werke aus. Zu sehen gibt es Fotografien, Malereien, Installationen und Skulpturen aus, über und für den Club. Viele der zahlreichen Legenden, die den Technotempel umranken, finden sich auch in den Arbeiten wieder, von denen natürlich auch einige von Türsteher und Fotograf Sven Marquardt stammen, einer fast schon mythischen Figur im Berliner Nachtleben. Spannend ist das schon wegen des sonst geltenden Bilderverbots im Berghain: Fotografieren ist im Club streng verboten. Denn was im Berghain passiert, das bleibt im Berghain – und das gilt jetzt auch für die Jubiläums-Ausstellung mit dem passenden Namen „10“.

Besichtigt werden können die Werke bis zum 31. August, täglich außer Montag zwischen 16 und 23 Uhr in der Halle am Berghain. Reinkommen dürfte deutlich leichter sein als ins „richtige“ Berghain am Samstagabend, lediglich 5,- € Eintritt solltet ihr parat haben. Vom Industriepalast Hostel seid ihr in gut 10 Minuten gemütlich hinspaziert, also ab in die Ausstellung! Und Samstagabend könnt ihr dann ja selbst versuchen, Einlass in den Tempel der Berliner Technowelt zu erhalten.

Viel Spaß wünscht euch

euer Simon

Blogger im Industriepalast Hostel

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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