ubahn

Berlin: dreieinhalb Millionen Einwohner, zwölf Bezirke und unendlich viele Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Auf den ersten Blick wirkt das verworrene Netz aus S-, U- und Tram-Bahnen recht chaotisch. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel und stellen euch die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt vor:

S-Bahn

Die typischen, rot-beigen S-Bahn-Züge prägen nicht nur das Bild der Stadt, sie gehören auch zu den wichtigsten Transportmitteln. Insgesamt 15 Linien gibt es, und zumeist verkehren die Züge über der Erde. Um den inneren Teil der Stadt verkehrt die Ringbahn (Linie 41 & 42) in zwei Richtungen im Kreis, innerhalb des Rings gibt es eine West-Ost-Verbindung (Linie 5, 7 und 75) und eine Nord-Süd-Verbindung (Linie 1, 2 und 25). Außerhalb des Rings führen verschiedene S-Bahn-Linien teilweise weit aus der Stadt hinaus, mitunter bis tief nach Brandenburg.

U-Bahn

Wie es der Name schon verrät ist die U-Bahn eigentlich die Untergrundbahn, und die meisten Linien halten sich – zumindest im Stadtzentrum – auch an diese Bezeichnung. Nur die Linien U1 und U2 fahren teilweise auf Hochbahntrassen über den Straßen. Die U-Bahnen sind generell etwas kleiner als die S-Bahnzüge und komplett in gelb lackiert. Bei uns am Industriepalast Hostel hält direkt die Linie U1, die euch in die wichtigsten Ecken des Szenebezirks Kreuzberg bringt, außerdem weiter nach Schöneberg und sogar bis zum berühmten Kurfürstendamm im Westen Berlins.

Straßenbahn & Metrotram

Vor allem im Ostteil Berlins finden sich zusätzlich zu S- und U-Bahn auch noch die gelben Straßenbahnen, deren Schienen meist mitten auf den Fahrbahnen der Straßen verlaufen. Auf den üblichen Netzplänen von S- und U-Bahn sind die Straßenbahnlinien nicht verzeichnet, sie haben eigene Netzpläne, die an jeder Haltestelle aushängen. Straßenbahnlinien mit der Bezeichnung „Metrotram“ gehen normalerweise etwas häufiger als andere Linien. Hier an der Warschauer Straße wartet die Linie M10 auf euch, sie bringt euch tiefer nach Friedrichshain und weiter ins angesagte Prenzlauer Berg, unter anderem direkt zum Mauerpark, wo am Wochenende Berlins berühmtester Flohmarkt stattfindet.

Busse

Kaum etwas in Berlin ist so kompliziert wie das Netz der Busverbindungen. Schier unzählige Linien mit den unterschiedlichsten Bezeichnungen schlängeln sich einer teils kaum nachzuvollziehenden Ordnung folgend durch die Straßen der Stadt – selbst eingesessene Berliner kennen selten mehr als eine Handvoll Buslinien. Wenn ihr den Bus benutzen wollt informiert euch am besten vorher genau über die Verbindung und nötige Umstiege. In Berlin ist es übrigens üblich, immer vorne einzusteigen und dem Busfahrer entweder das zuvor erworbene Ticket zu zeigen oder bei ihm einen Fahrschein zu kaufen. Eine der wichtigsten Buslinien der Stadt ist der Bus TXL, der euch vom Alexanderplatz, Hauptbahnhof oder Zoologischen Garten zum Flughafen Tegel bringt.

Was gibt’s noch?

Zusätzlich zu den S-Bahnen passieren auch einige Regionalbahnlinien die wichtigsten Bahnhöfe. Die üblicherweise roten Züge fahren deutlich schneller als die S-Bahnen, dafür aber seltener und mit weniger Zwischenstopps.

Auch Taxis prägen das Straßenbild Berlins, sind meist aber teurer als die öffentlichen Verkehrsmittel. Eine Kurzstrecke kann sich aber schon ab und zu mit dem Taxi lohnen – dann vorher unbedingt „Kurzstrecke“ sagen, dann kostet die Fahrt oft nur 4,- €.

Verkehrsmittel in Berlin

Wie oft fahren die Züge?

Zu den Hauptverkehrszeiten gehen S- und U-Bahnen mindestens alle 5 Minuten, früher am Morgen und später am Abend dann nur noch alle 7 bis 20 Minuten. Unter der Woche ist zwischen ca. 0:30 Uhr und 4:30 Uhr Schluss, oft gibt es als Ersatz aber entsprechende Nachtbusse. Am Wochenende fahren die Bahnen durchgängig.

Welches Ticket brauche ich?

Fahrscheine gibt es an den weiß-gelben Automaten an jeder Haltestelle. Zwar gibt es auch Einzelfahrscheine, wer aber an einem Tag mehr als zwei Strecken zurücklegt sollte zum Tagesticket greifen. Normalerweise reicht eine Tageskarte AB für 6,70€, nur für Strecken weiter außerhalb der Stadt (z.B. Flughafen Schönefeld) braucht ihr ein Ticket ABC.
Wenn ihr ein paar Tage bleibt, lohnt sich oft auch eine „Berlin Welcome Card“, die  ihr direkt bei uns an der Hostelrezeption kaufen könnt.

Anders als in anderen Metropolen gibt es in Berlin zwar keine Drehkreuze in den Bahnhöfen, Schwarzfahren sollte man sich dennoch sparen: Kontrolleure ziehen häufig durch die Bahnen und wer erwischt wird zahlt ordentlich drauf.

Wie finde ich meine Verbindung?

Solltest du dich im Öffi-Jungle nicht zurechtfinden suchen wir dir an der Rezeption jederzeit gerne die richtige Verbindung heraus. Smartphone-Nutzer können sich auch die kostenlose App „Allryder“ herunterladen, sie führt euch punktgenau von A nach B und immer auch zurück ins Industriepalast Hostel.

Und jetzt viel Spaß beim Erkunden der unendlichen Möglichkeiten des Berliner Nahverkehrs,

euer Simon

Blogger im Industriepalast

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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