Warum hat New York einen Central Park? Weil die New Yorker dann und wann aus ihrer Beton-und-Glas-Wüste fliehen müssen. Und warum hat Berlin keinen Central Park? Weil Berlin grün ist, durch und durch, das ganze Jahr. Und dass es Parks und Gärten hier an jeder Ecke gibt, ist eines der Geheimnisse für das ganz eigene, entspannte Lebensgefühl der Stadt. Welcher Park wo zum Ausruhen, Spazieren und Durchatmen einlädt, erfahrt ihr von uns:

Großer Tiergarten

grosser-tiergarten

Keine Frage, der Tiergarten ist die grüne Lunge der Stadt. Die 210 Hektar große Gartenanlage mit ihren unzähligen Wäldern, Wiesen und Wasserstellen liegt mitten in Berlin, zwischen Brandenburger Tor, Potsdamer Platz und Bahnhof Zoo. Für ausgedehnte Spaziergänge zu jeder Jahreszeit die perfekte Wahl. Wie sang schon Rufus Wainwright: „Won’t you walk me through the Tiergarten?“

Pfaueninsel

Pfaueninsel

Ganz im Südwesten der Stadt, an den Wannsee-Badestellen noch vorbei, liegt mitten in der Havel ein kleines Paradies: Die Pfaueninsel, die “Perle im Havelmeer”, gehört zu den wunderbarsten Orten Berlins. Rund um ein romantisches Schlösschen erstreckt sich ein Anfang des 19. Jahrhunderts nach englischem Vorbild angelegter Park, voller botanischer Gewächse und versteckter Tiergehege. Highlight sind sicherlich die überall auf der Insel frei herumlaufenden Pfauen, die der Insel ihren Namen geben. Vom Industriepalast Hostel erreicht ihr das Paradies mit der S7 bis Wannsee und von dort mit dem Bus 218. Zur Insel hinüber bringt euch dann die kleine Fähre.

Viktoriapark

Viktoriapark

Zurück in die Stadt, ganz im Osten des Szenebezirks Kreuzberg liegt die höchste natürliche Erhebung Berlins. Der Kreuzberg gibt dem Stadtteil seinen Namen und bietet mit dem Viktoriapark eine für die flache Hauptstadt ungewöhnlich hügelige Parkanlage. Ganz oben steht ein 200 Jahre altes Denkmal für die Befreiungskriege, vom Plateau aus hat man – vor allem im Winter, wenn die Bäume ihre Blätter abgeworfen haben – einen großartigen Ausblick über die Stadt. Bis zum Fuß des Berges reicht in den wärmeren Monaten ein künstlicher Wasserfall, an dem es sich wunderbar Entspannen, Plantschen und Ausruhen lässt. Geheimtipp: Klettert hinauf bis zum Denkmal und genießt dort einen unvergesslichen Sonnenuntergang mit Blick über die Dächer Berlins.

Treptower Park

Tiergarten

Während die Szene sich mehr und mehr nach Osten ausbreitet und die Clubs und Bars in Lichtenberg und Treptow aus dem Boden schießen wie Pilze im Spätsommer, erwacht auch der Treptower Park zu mehr und mehr Leben. Direkt am Spreeufer ist es natürlich am schönsten, vor allem wenn ihr bis ans östliche Ende des Parks spaziert und die kleine Brücke zur niedlichen Insel der Jugend überquert – bei Sonnenschein einer der schönsten Spots an der Spree. Schaut euch auch mal das monumentale Sowjetische Ehrenmal im Süden des Parks an, ein Relikt aus DDR-Zeiten. Neben dem Park liegt übrigens auch der Spreepark, ein alter, verfallener Vergnügungspark. Viel wurde leider bei einem Großbrand im August 2014 zerstört, über den Zaun kann man aber trotzdem noch spannende Blicke auf Riesenrad und Dinosaurier-Skulpturen erhaschen. Vom Industriepalast Hostel seid ihr übrigens in weniger als 10 Minuten locker zum Treptower Park geradelt.

Lustgarten

lustgarten

Auf Sightseeing in Mitte und müde Füße? Höchste Zeit für eine halbe Stunde Ausruhen im Lustgarten. Direkt auf der Museumsinsel, zwischen Altem Museum, Berliner Dom und der Stadtschloss-Baustelle liegt eine der traditionsreichsten Grünflächen der Stadt. 1646 als Lustgarten nach holländischem Vorbild angelegt war der Platz immer wieder einer der liebsten Treffpunkte der Berliner. Auch wenn er zwischenzeitlich, vor allem untern den Nationalsozialisten, mehrfach als militärische Paradefläche missbraucht wurde, hat er heute wieder seinen ursprünglichen Zweck als grüner Ruhepol in der belebten Stadtmitte inne. Bei jeder Sightseeingtour ein Muss!

Britzer Garten

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…und zum Abschluss noch einmal raus aus der Stadt: Der Britzer Garten, ganz im Süden Berlins liegt vielleicht ein wenig abseits der üblichen Pfade. Der Weg dorthin lohnt aber: Natur pur, mit einem großen See, wunderbaren Auen und gepflegten Blumenbeeten. Angelegt wurde der Park erst 1985 um die Bundesgartenschau zu beheimaten, und noch heute ist er in seiner Schönheit kaum zu übertreffen: 2002 wurde der Britzer Garten zu einem der zehn schönsten Parks in Deutschland gewählt. Mittendrin liegt der See, mit Stränden, Buchten und Wiesen, rundherum gibt es Themengärten. Kinder können sich auf den großen Spielanlagen und sogar einem Wasserspielplatz austoben während die Großen gemütlich über die kleinen Brücken lustwandeln. Unbedingt mal bei der Britzer Mühle vorbeischauen, an windigen Tagen wird in der gut erhaltenen Windmühle aus dem 19. Jahrhundert sogar noch Getreide gemahlen.

Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl der vielen Grünflächen, Parks und Gärten in der Hauptstadt. Manche sind wild, andere angelegt, mancherorts wird gegrillt und gepicknickt, anderswo könnt ihr euch sportlich austoben. Nehmt euch also ruhig mal einen sonnigen Tag und macht euch vom Industriepalast Hostel aus auf den Weg in eine der vielen grünen Spots in Berlin.

Einen entspannten Nachmittag im Park wünscht euch

euer Simon

Blogger im Industriepalast Hostel

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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