Sachsenhausen Berlin

Im Jahr 1936 ließen die Nationalsozialisten unweit der Metropole Berlin eines der größten Konzentrationslager im Deutschen Reich errichten; bis 1945 fanden Zehntausende hier brutal den Tod. Heute erinnern eine Gedenkstätte und ein Museum an die Gräuel des Nazi-Regimes. Ein Besuch im dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.

Ein paar Bäume wiegen sich im Wind, eine eigentümliche Stille liegt über dem Areal. Fast ist es, als hielt alles den Atem an, andächtig noch immer fassungslos über die Schrecken einer Zeit, die so weit weg erscheint und doch nie vergessen werden darf. Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde als Straflager zunächst für politische Gefangene errichtet, als Modell- und Schulungslager diente es zudem zur Ausbildung von SS-Soldaten. Nach Beginn des zweiten Weltkriegs wurden mehr und mehr Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und andere für „minderwertig“ erklärte Menschen hierhin deportiert, außerdem sowjetische Kriegsgefangene. In Massenerschießungen wurden Zehntausende brutal hingerichtet, andere kamen durch Hunger und Zwangsarbeit zu Tode oder blieben schwer gezeichnet und traumatisiert zurück.

Sachsenhausen

Dem Gedenken an die Opfer gewidmet und zur Mahnung zukünftiger Generationen wurde bereits 1961 hier eine Gedenkstätte eingeweiht. Um den Sieg über den Faschismus zu verdeutlichen riss man damals weite Teile der Lagergebäude ab. Seit 1993 erinnert das Areal als Gedenkstätte und Museum an die Unmenschlichkeiten der NS-Zeit. Neben originalen Gebäuderesten und rekonstruierten Lagerteilen, in denen eine Dauerausstellung über die Geschichte des Konzentrationslager informiert, umfasst die Mahnstätte auch eine Ausstellung über die Nutzung des Lagers als Sowjetisches Kriegsgefangenenlager nach 1945.

Gedenkstätte und Museum können täglich außer montags zwischen 8:30 Uhr und 18 Uhr (von Oktober bis März nur bis 16:30 Uhr) besucht werden, der Eintritt ist frei. Für größere Gruppen empfiehlt sich eine Voranmeldung. Vom Industriepalast Hostel erreicht ihr die Gedenkstätte in einer knappen Stunde mit der S5 bis Lichtenberg und von dort mit der Regionalbahn RB12 bis Oranienburg.

Alles Liebe aus Berlin wünscht euch,

euer Simon

Blogger im Industriepalast Hostel

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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