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Für euch ist Street Food vor allem der kleine Snack auf die Hand zwischendurch, ein Döner in der Mittagspause oder die Brezel beim Einkaufsbummel? Dann hat euch einer der leckersten Trends der letzten Jahre noch nicht erfasst: Street Food Märkte. Sich in schönem Ambiente entspannt durch die Geschmäcker der Welt zu snacken klingt doch ganz vielversprechend, oder? Wir stellen euch die schönsten Street Food Märkte Berlins vor:

Eine echte Szene für Straßenessen kannte man früher eigentlich vor allem aus den Ländern unweit des Äquators, wo sich oft mehr Alltagsleben auf der Straße abspielt und günstige, fertig zubereitete Speisen zu allen Tageszeiten an Straßenständen und auf Märkten feilgeboten werden. Wer schoneinmal frisch gegrillte Garnelen oder Phở-Suppen in der Abendsonne Thailands oder Vietnams probiert hat, pikante Tacos und Quesadillas auf einem staubigen Marktplatz in Mexiko essen durfte oder den Geruch frisch frittierter Chin Chin in Nigeria kennt, der vermisst hier in Mitteleuropa oft die Kultur des gemeinschaftlichen Essens unter freiem Himmel. Wo Imbissbuden, Dönerläden und Bratwurst-Stände eher den Bedürfnissen hungriger Eiliger geschuldet waren, haben verschiedene Hipster-Bewegungen der letzten Jahre einen echten Lifestyle-Trend geschaffen: Street Food Markets. Stylisch, vielseitig und mit entsprechendem Begleitprogramm können Hungrige hier stilvoll die jüngsten Newcomer auf dem Snacking-Markt naschen. Fast Food wird hier zum Slow Food erklärt, das Fehlen ausreichender Sitzgelegenheiten gilt als authentisches Straßengefühl und Möglichkeiten für Instagramm-Schnappschüsse gibt es noch und nöcher. Weil das ganze Spektakel aber wirklich für einen wunderbar entspannten – und vor allem schmackhaften – Tag mit Freunden in netter Atmosphäre taugt, haben wir für euch die schönsten Street Food Markets der Hauptstadt zusammengetragen:

Der Klassiker: Markthalle Neun

Aus einem Wochenmarkt im ungewöhnlichen Ambiente einer alten Großmarkt-Halle heraus entstand vor einigen Jahren in der Markthalle Neun der inzwischen weit über die Geschmacksgrenzen der Hauptstadt hinaus bekannte Street Food Thursday. Unter dem Dach der mehr als 120 Jahre alten Halle erwarten euch jeden Donnerstagabend allerlei raffinierte Snacks, Speisen und Getränke aus aller Welt, immer aber mit dem Fokus auf regionale, nachhaltig angebaute und fair gehandelte Zutaten. Neben dem nach wie vor stattfindenden, ähnlich konzipierten Wochenmarkt jeden Freitag und Sonntag wird das Angebot ergänzt von einer täglich geöffneten Kantine und einem kleinen Café. Im Herbst 2014 veranstaltete man außerdem zum ersten Mal das Street-Food-Festival StadtLandFood, welches die ganze Nachbarschaft in ein Naschkatzen-Paradies verwandelte. Der Street Food Thursday ist übrigens ebenso lecker wie beliebt – früh da sein lohnt sich, da ihr sonst unter Umständen vor noch fein duftenden, aber leider leeren Töpfen steht.

Auf einen Blick:

Street Food Thursday in der Markthalle Neun (Eisenbahnstraße) in Berlin-Kreuzberg. Jeden Donnerstag von 17 bis 22 Uhr.

Der Hippe: Berlin Village Market in der Neuen Heimat

Wohl nirgends in Berlin geht es so hip und hipster zu, wie auf dem RAW-Gelände in Berlin-Friedrichshain. Umgeben von den besten Clubs der Technohauptstadt in den Überresten einer alten Eisenbahn-Reparaturwerkstatt hat sich die Neue Heimat eingenistet, ein Projekt das sich voll und ganz den schönen Dingen im Leben verschrieben hat: Kunst, Musik und vor allem – gutem Essen. Neben freitäglichen und samstäglichen Bar- und Food-Abenden macht vor allem der Berlin Village Market jeden Sonntag hier großen Spaß. Zwischen modebewussten Yuppie-Familien, schwarz gekleideten Feierlustigen auf dem Heimweg vom Berghain und allem anderen was die verschiedenen Lifestyle-Szenen von Friedrichshain so hervorbringen, könnt ihr hier ab 12 Uhr vor charmanter Industriekulisse allerlei raffinierte Leckereien genießen. Dazu gibt’s entspannten Live-Jazz, Afterhour-Techhouse von hießigen DJs, Theater und andere Performances. Es gibt sicherlich günstigere Orte für ein ausgedehntes, sonntagnachmittägliches Brunch, aber nirgendwo sonst ist die hippe Vielfalt von Friedrichshain so greifbar wie hier. Nichts für Frühaufsteher, nichts für Langweiler.

Auf einen Blick:

Berlin Village Market in der Neuen Heimat auf dem RAW-Gelände (Revaler Straße) in Berlin-Friedrichshain. Jeden Sonntag von 12 bis 22 Uhr.

Die Prenzlvariante: Street Food auf Achse

Der Prenzlauer Berg hat seine wilden Jahre als unbändiger, freigeistiger Hausbesetzer-Bezirk selbstbewusst hinter sich gelassen und besticht heute durch seine entspannte, alternativ-schicke Café-und-Flohmarkt-Szene. Diesen besonderen Charme greift auch der sonntägliche Markt Street Food auf Achse im lauschigen Ambiente der KulturBrauerei auf. Die Initiatoren haben hier eine Plattform für die Food-Trucks der Region geschaffen, sprich für mobile Gourmet-Imbisswägen mit ausgefallenem Angebot. Wem die Markthalle Neun zu überfüllt und die Neue Heimat zu “hip” sind, der findet hier genau das, worum es bei Straßenessen eigentlich hauptsächlich geht: Straßenessen. Die Preise sind überraschen moderat, die Stimmung ist entspannt und der orange-gelbe Backstein taucht den Innenhof sogar bei trübem Wetter in ein warmes Licht. Ein echter Geheimtipp!

Auf einen Blick:

Street Food auf Achse im Innenhof der KulturBrauerei (Schönhauser Allee) in Berlin-Prenzlauer-Berg. Jeden zweiten Sonntag (im Sommer wöchentlich) von 11 bis 20 Uhr. Läuft euch schon das Wasser im Mund zusammen? Alle drei Street Food Märkte könnt ihr übrigens in weniger als 15 Minuten entspannt vom Industriepalast Hostel erreichen. Also hebt euch schonmal ein wenig Appetit auf für euren Trip nach Berlin!

Wir sehen uns zum Schlemmen in der Hauptstadt,

euer Simon

Blogger im Industriepalast Hostel

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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