raw

Clubs und Bühnen, Street Food und Straßenkunst – die ganz große Spielwiese mit Industriecharme: Das RAW-Gelände, kurz für Reichsbahnausbesserungswerk, an der Warschauer Straße hat sich in vielerlei Hinsicht zum (sub-)kulturellen Mittelpunkt von Berlin-Friedrichshain entwickelt. In unserer Mini-Serie Mythos RAW stellen wir euch das RAW-Gelände in Nachbarschaft unseres Industriepalast Hostels vor, mit all seinen Besonderheiten und Angeboten, seiner Geschichte und dem, was wir für die Zukunft erwarten können. In Teil 2 werfen wir einen Blick auf das Geschehen hier bei Tag:

Kreativwelten

Groß und ganz in weiß prangen die drei magischen Buchstaben über dem Backsteintor an der Revaler Straße: RAW. Dahinter beginnt der spannendste Kreativraum Berlins. Schon auf den ersten Blick fallen die vielen kunstvoll gestalteten Bilder und Schriftzüge auf den Ziegelwänden der alten Fabrikgebäude ins Auge. Was hier Schicht für Schicht die nackten Mauern bedeckt, dürfte eine der beeindruckendsten Sammlungen gegenwärtiger Streetart sein. Doch ein Spaziergang durch die bunte Vielfalt der Spraypaintings ist nur der Anfang: Am westlichen Ende des Areals, gleich unterhalb der Warschauer Straße findet ihr das Urban Spree, eine einzigartige Mischung aus Kunstzentrum, Galerie, Club und Biergarten. Als selbsternannter “(re)creative space” vereint Uban Spree Ateliers, Ausstellungsräume, Platz für Workshops und Projekte, einen Buch- und Kunstladen, Bühnen, eine Bar und noch vieles mehr unter einem Dach. Neben besonderen Events, Filmscreenings und einer Reihe von Parties gibt es regelmäßige Workshops und Kurse aus den unterschiedlichsten Kreativbereichen – unbedingt mal vorbeischauen!

Sportlich & Aktiv

Als einige der ersten eroberten Skater in den 1990er Jahren das RAW-Gelände mit seiner wechselhaften Geschichte. Eine feste Institution der Friedrichshainer Alternativutopie wurde so die große Skatehalle auf dem Gelände. Mehr als tausend Quadratmeter Skatefläche aus Beton mit Bowls, Miniramp und Europas größter Vertramp machen die Skatehalle zu einer der größten und besten Indoor-Locations des Landes. Wenn es euch eher in die Höhe zieht, solltet ihr unbedingt mal beim Kletterkegel vorbeischauen: In und um einen alten Industrieturm ist ein außergewöhnliches Kletterzentrum mit großer Boulderfläche entstanden, das allen Ansprüchen standhält. Ausrüstung gibt’s zum leihen oder kaufen vor Ort.

Street Food und Meer

raw

Wenn jeden Sonntag ab 12 Uhr die hippen Geister aus den umliegenden Kiezen aufs RAW-Gelände pilgern, dann hat das einen Grund. Einen sehr guten sogar: den Berlin Village Market. Die Neue Heimat im östlichen Teil des Areals hat innerhalb weniger Monate den populärsten und bekanntesten Street Food Market der Hauptstadt aus dem Boden gestampft, mit Live-Jazz, Djs, Kunstausstellungen und kulinarischen Wunderwerken. Vor den Toren der Neuen Heimat findet schon ab dem frühen Sonntagmorgen auch ein großer Flohmarkt statt, wo ihr zwischen Retro-Sonnenbrillen und Patchwork-Turnbeuteln gleich das passende Outfit für die langen Nächte im RAW erbeuten könnt. Auch abseits der Neuen Heimat findet ihr über das Gelände verteilt einige gute Snacking-Optionen, egal ob es Burrito, Burger oder klassisch die Currywurst sein soll.

Eine ganz neue Oase ist kürzlich mit dem Haubentaucher entstanden: Hängematten und Liegestühle, Bars und ein Loungebereich räkeln sich um einen großen, beheizten Pool unter freiem Himmel, dazu gibt es soften Techhouse und Abends sogar Parties. Für 3 € Eintritt bekommt ihr hier auf jeden Fall etwas anderes als die übliche Freibad-Experience – den schicken Bikini nicht vergessen!

Ein Tempel für den Kiez

Angefangen hat seinerzeit, nach der Stilllegung des alten Reichsbahnausbesserungswerks in den 90ern alles mit dem RAW-Tempel. Der Anwohnerverein mietete einige der alten Industriegebäude an und kreierte eine breite Palette an künstlerischen und sportlichen Freizeitangeboten für die Nachbarschaft mit einem besonderen Fokus auf interkulturellen Austausch. Das Angeobt ist heute größer denn je, es umfasst offene Werkstatträume, Akrobaten- und Kampfsportgruppen, Theater, Tanz und spannende Workshops. Falls ihr euch für die Arbeit des Vereins interessiert, findet ihr auf der Website viele Infos, auch zu anderen Projekten auf dem Gelände.

Das sind nur einige der unzähligen Angebote, die es auf dem RAW-Gelände zu entdecken gibt. Vom Industriepalast Hostel sind es keine zehn Minuten Fußweg zum RAW-Gelände, also nichts wie auf in den spannendsten Kreativraum Berlins! In Teil 3 unsere Mini-Serie stellen wir euch dann das einzigartige Nachtleben auf dem Areal vor – bleibt gespannt.

Wir sehen uns zwischen Street Art und Industrieruinen,

euer Simon

Blogger im Industriepalast Hostel

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
_________________________________________________________________________

is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
Simon Reuter (Blogger)

Letzte Artikel von Simon Reuter (Blogger) (Alle anzeigen)

Sehenswürdigkeiten

Berlins schönste Sehenswürdigkeiten
auf einen Blick!

weiterlesen