burger berlin

Das Street Food längst sein schmieriges Image abgelegt und zum Inbegriff der urbanen Gourmet-Kultur geworden ist, dürfte euch auch schon aufgefallen sein. Dabei hat sich ein echter Klassiker ins Zentrum der Geschmacksfragen gemogelt: Der Hamburger. Burgerläden schießen gerade überall in Berlin wie die Pilze aus dem Boden und ein jeder will mit seinem besonderen Ambiente, ausgefallenen Kreationen und einem ganz individuellen Erfolgsrezept der beste Bulettenbräter sein. Ob klassischer Beef-Burger, Öko-Craft-Patty oder veganer Gemüsebratling, die Auswahl ist riesig und die Unterschiede sind groß. Damit ihr euren Burgerhunger in Berlin mit nichts anderem als gegrillter Perfektion stillen müsst, haben wir vom Industriepalast Hostel uns für euch aufgeopfert und uns einmal quer durch die Hauptstadt gefuttert. Hier sind unsere Top5 Burgerläden in Berlin:

Platz5:  Kreuzburger

Einmal Burger mit Wortwitz bitte: In der sagenumwobenen Oranienstraße in Kreuzberg hat man für (fast) jeden Berliner Stadtteil das richtige Rezept. Darf es ein Schöneburger mit Weichkäse und Rucola sein? Oder vielleicht doch lieber ein Prenzlburger mit Salami und scharfen Jalapeños? Vegetarier werden sich über Mozzarella- und Haloumiburger freuen und die hausgemachten Fritten schmecken ohnehin jedem. Es mag vielleicht schickere und angesagtere Burger-Restaurants geben, aber dank der minimalistischen Aufmachung, der guten Lage und den günstigen Preisen hat sich der Kreuzburger einen ganz authentischen, kreuzburger, äh, -berger Charme erhalten. Als abendlicher Snack auf dem Weg in die Kneipe gibt es tatsächlich nichts besseres auf der Welt. Und dank zwei neuer Filialen in Prenzlauer Berg und im Friedrichshainer Simon-Dach-Kiez ist der nächste Kreuzburger auch nie besonders weit weg.

| Oranienstr. 190, Berlin Kreuzberg. Täglich von 12 – 22 Uhr geöffnet. |

Platz4:  Burgeramt

Das Burgeramt am Boxhagener Platz in Friedrichshain ist genau der Burgerladen, den der Szenekiez rund um die Simon-Dach-Straße verdient. Dank aufwendiger Kreationen mit Pesto, Erdnusssoße oder Mangostreifen bei minimalistischem Service und moderaten Preisen platzt der kleine Laden ohne nennenswerte Sitzgelegenheiten oft aus allen Nähten. Wem der Hunger ein paar Minuten Schlangestehen erlaubt, der kann sich tatsächlich auf einen raffiniert gewürzten Patty und einen Belag aus immer frischen Zutaten freuen. Ein Burger, so hip wie Friedrichshain!

| Krossenerstr. 21/22, Berlin Friedrichshain. Täglich von 11 – 24 Uhr geöffnet. |

Platz3:  Schillerburger

…Und ab in den nächsten Szenekiez! Neukölln war einst verrufen als Berlins Problemviertel, bis die Gentrifizierung im Sauseschritt durch die Straßen mit dem einzigartigen Flair von Dönerläden, Spielhallen und Kiosken jagte und Neukölln zum kreativen Mekka Europas erklärte. Der Schillerkiez am Tempelhofer Feld steht synonym für junge, urbane Lebenskultur und ungebrochene Vielfalt, und hat im Schillerburger sein fleischgewordenes Abbild gefunden. Frische, regionale Zutaten, ausgefallene Ideen und der hipsteresque Charme von Skinny-Jeans und Vollbart sorgen dafür, dass die Burger hier nicht nur ausgesprochen lecker schmecken, sondern sich als Foto auch sehr gut auf Instagramm machen. Und dank Kreationen wie “Don Carlos” oder “Wallenstein” kann man beim Kauen auch gleich noch was für die literarische Allgemeinbildung tun. Weitere Filialen vom Schillerburger gibt es inzwischen übrigens im ganzen Ostteil Berlins.

| Herrfurthstr. 7, Berlin Neukölln. Täglich von 12 – 24 Uhr geöffnet. |

Platz2: Burgermeister

Es war einmal ein antikes Toilettenhäuschen unter der Hochbahntrasse der U-Bahn Linie 1, direkt am Schlesischen Tor in Kreuzberg. Und eines Tages, weil es so ein schönes Toilettenhäuschen war, hat jemand darin einen Burger-Imbiss aufgemacht. Naheliegend, oder? Der Burgermeister kann aber nicht nur mit diesem etwas schrägen Charme aufwarten, die aromatischen Burger mit rosa Kern und leckerem Brötchen beweisen jeden Tag aufs Neue, dass es beim Burgermeister echte Meisterburger gibt. Obwohl der liebenswerte Imbiss auf dem Mittelstreifen der vielbefahrenen Oberbaumstraße als Klassiker mittlerweile weit über die Grenzen Berlins bekannt ist, haben sich das übersichtliche Angebot, die guten Zutaten und der angemessene Preis nicht verändert. Für viele Berliner der einzig wahre Hamburger. Und wer unbedingt ein richtiges Dach über dem Kopf haben möchte kann neuerdings in die Filiale am Kottbusser Tor ausweichen.

| Oberbaumstr. 8, Berlin Kreuzberg. Geöffnet täglich von 11 – 3 Uhr. |

Platz1:  White Trash

Das White Trash als “Burgerladen” zu bezeichnen, trifft es nicht im geringsten. “Exotisch-amerikanischer Post-Punk-Biergarten-Abfuck” vielleicht noch eher, aber bis man es mit eigenen Augen gesehen und vor allem mit eigener Zunge geschmeckt hat, kann man sich sowieso nicht vorstellen, was das White Trash tatsächlich ist. Hier am Treptower Spreeufer, von Weitem durch die zum Himmel stiebenden Flammen zu erkennen, gibt es jeden Abend Live-Musik, ein buntes Publikum und vor allem: die wahrscheinlich besten Burger der Stadt. Vom klassischen Cheeseburger bis zum schrägen Octupus-Burger mit Krake statt Patty ist hier für jeden Geschmack und Schärfegrad das richtige Abendessen dabei, alles bio, das meiste regional und immer auch als Veggie-Option zu bekommen. Wer will, kann sich ein Abbild seines Lieblings-Burgers danach gleich im angeschlossenen Tattoo-Studio auf den Bauch tätowieren lassen. Man muss vielleicht nicht überall gewesen sein im Leben, im White Trash aber schon. Punkt.

| Am Flutgraben 2, Berlin Treptow. Geöffnet täglich von 12 – 1 Uhr. |

Läuft euch auch bereits das Wasser im Mund zusammen? Burgertechnisch seid ihr jetzt in jedem Fall gut gerüstet für euren nächsten Berlin-Trip. Unsere Rezeption zeigt euch gerne den kürzesten Weg zu eurem Traum-Burger.

Und ansonsten solltet ihr die Sache mit dem Gourmet-Burger einfach selbst in die Hand nehmen: Goldhahn und Sampson bieten großartige Kochkurse mit geradezu feierlicher Verkostung rund um den perfekten Burger an. Vielleicht könnt ihr es ja selbst noch besser als unsere liebsten Burgerläden in der Hauptstadt?

Lasst es euch schmecken,

euer Simon

Blogger @IndustriepalastHostel

 

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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