“Ich würde auch so gerne reisen, aber mir fehlt einfach das Geld!” Ist euch diese Ausrede auch schon begegnet? Travelblogs, neiderregende Instagram-Fotos und der scheinbar so viel aufregendere Facebook-Feed unserer vielgereisten Freunde wecken nicht nur unendliche Reisegelüste, sondern auch die Frage: Wie zur Hölle können die sich das leisten? Die Antwort ist ganz einfach: Reisen muss nicht teuer sein! Ganz im Gegenteil, denn die besten Erlebnisse kann man mit Geld ohnehin nicht kaufen. Wir vom Industriepalast Hostel Berlin bieten euch nicht nur einen komfortablen Aufenthalt in Wohlfühl-Atmosphäre zu einem unschlagbar günstigen Preis, wir wollen, dass ihr auch sonst Berlin so preisgünstig wie möglich erkunden könnt. Daher findet ihr in unserer neuen Serie Budget Berlin Tipps und Tricks für einen spannenden Städtetrip in die deutsche Hauptstadt, der den Geldbeutel minimal belastet. In der ersten Folge ging es um die beliebten Free Walking Tours (Hier den Artikel KW19 verlinken), diese Woche haben wir einen echten Geheimtipp für euch: Eine quasi kostenlose Stadtrundfahrt mit dem Bus. Wie, das gibt es? Klar, wir verraten euch wie’s geht:

Zauberwort: Buslinie 100 & 200

Zugegeben, ganz kostenlos ist die Stadtrundfahrt natürlich nicht, ihr braucht zumindest einen gültigen Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr. Die 7,- € für eine Tageskarte AB sind aber ohnehin gut investiert, denn mit den Öffis kommt ihr in Berlin schnell, unkompliziert und einigermaßen zuverlässig überall hin – Tag und Nacht. Die Zauberformel für eure kostenlose Stadtrundfahrt ist leicht zu merken: 100 plus 200. Das sind nämlich die Buslinien, die euch bequem und im Rhythmus weniger Minuten zu den meisten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt bringen, und das auch noch in einer perfekten Rundtour. Einen Audio-Kommentar zu den entsprechenden Attraktionen gibt es zwar nicht, aber mit einem Reiseführer in der Hand oder einer entsprechenden Sightseeing-App auf dem Smartphone braucht ihr das auch gar nicht. Mit der Tageskarte in der Hosentasche könnt ihr natürlich beliebig oft aussteigen und einzelne Orte erkunden bevor ihr einfach in den nächsten Bus wenige Minuten später springt und euch zur nächsten Sehenswürdigkeit chauffieren lasst. Die gesamte Strecke nimmt gut 60 Minuten in Anspruch und bringt euch nicht nur berühmten Gebäuden und Plätzen der Stadt näher sondern auch den “ganz normalen” Berlinerinnen und Berlinern auf den Sitz- und Stehplätzen neben euch.

Und so geht’s:

Fahrt mit der S-Bahn zum Alexanderplatz. Hier am Fuße des berühmten Fernsehturms (1) beginnt eure gemütliche Tour durch die Innenstadt. Sucht nach den gelben Bussen, die vorne an der Straße abfahren und steigt in den Bus 100 in Richtung “S+U Zoologischer Garten”. Schnell einen Fensterplatz ergattern, am besten auf dem Oberdeck, denn ab jetzt heißt es Augen auf und nichts verpassen! Vorbei am Roten Rathaus (2) geht es zum Berliner Dom (3) am Lustgarten (4) – und schon seid ihr auf der Museumsinsel (5) und mittendrin im UNESCO-Weltkulturerbe. Die Baustellen von Stadtschloss (6) und Staatsoper (7) lassen wir links liegen, auf die Fakultäten der Humboldt-Universität (8) sowie der riesigen Staatsbibliothek (9) solltet ihr aber durchaus einen Blick wagen. Auf der Prachtstraße Unter den Linden geht es weiter bis zur vielleicht bekanntesten Sehenswürdigkeit der Stadt: dem Brandenburger Tor (10). Das Zentrum der Macht, das Berliner Regierungsviertel ist jetzt zum greifen nah, und am Reichstagsgebäude (11), dem Haus der Kulturen der Welt (12) und natürlich dem Schloss Bellevue (13) vorbei geht es immer am Tiergarten entlang bis zur prächtigen Siegessäule (14). Wir sind jetzt im tiefsten Westen der Stadt, und schon bald an einer der bekanntesten Ruinen des Landes: Die Gedächtniskirche (15) am Breitscheidplatz ist die letzte Station vor der Endstation der Linie 100 – der Bahnhof Zoologischer Garten. Hier heißt es erstmal aussteigen, sich stärken und vielleicht gleich noch ein wenig die Gegend erkunden, bevor es auf den zweiten Teil unserer Stadtrundfahrt geht.

Habt ihr die Elefanten im Zoo (16) begrüßt und euch vom Dach der Bikini-Mall aus den Blick über das Affengehege gegönnt? Dann schnell zurück zur Bushaltestelle und einsteigen in den Bus 200 in Richtung “S+U Alexanderplatz”. An der Gedächtniskirche vorbei bleibt der Bus diesmal in der südlichen Innenstadt und fährt euch durchs Botschaftsviertel und dicht am Großen Tiergarten entlang bis zur Philharmonie (17). Vor euch thronen jetzt bereits die Hochhäuser des Potsdamer Platz (18) mit dem beeindruckenden Sony Center. Gleich dahinter passiert ihr den Bundesrat (19) eines der beiden Parlamente der Bundesrepublik Deutschland, sowie das opulente Bundesfinanzministerium (20). Zwei Haltestellen später an der Ecke “Behrenstraße/Wilhelmstraße” solltet ihr für eine kurze Pause aussteigen, denn das Holocaust-Mahnmal (21) liegt einen Block weiter westlich. Sobald ihr wieder im Bus sitzt könnt ihr euch entspannt zurücklehnen: Über die euch bereits bekannte Museumsinsel geht es nämlich in wenigen Minuten zurück zum Alexanderplatz. Vergesst nicht auszusteigen, der Bus endet hier nicht. Es sei denn, das Wetter ist schön, dann könnt ihr auch noch ein paar Augenblick sitzen bleiben und für ein ausgiebiges Picknick bis zum Volkspark Friedrichshain mitfahren.

Vergesst nicht, vorab oder beim Einsteigen eine Tageskarte AB für 7,-€ zu lösen, dann könnt ihr unterwegs so oft ein- und aussteigen, wie ihr wollt. In der Regel fahren sowohl Bus 100 als auch Bus 200 etwa alle 10 Minuten, es sei denn ihr seid später am Abend unterwegs. Die Bus-Route sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben wir für euch auf einem Fahrplan nochmal zusammengefasst:

Legende BVG

Mit dieser ausgiebigen Stadtrundfahrt habt ihr nicht nur die Möglichkeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem und vor allem extrem günstig “abzuklappern”, ihr erlebt auch ein Stück echte Berliner Stadtkultur. Denn die öffentlichen Verkehrsmittel spielen eine wichtige Rolle im Leben der Menschen dieser Stadt. Die Berliner Verkehrsbetriebe, kurz BVG, sind die Betreiberin von U-Bahnen und Bussen und genießen einen besonderen Ruf in der Hauptstadt. Denn selbst wenn die Berlinerinnen und Berliner gerne und oft über gelegentliche Unpünktlichkeiten, unerwartete Ticketkontrollen und mürrische Busfahrer schimpfen, hat sich die BVG mit selbstironischen Werbekampagnen und einem schmutzig-sympathischen Image einen festen Platz im Herzen der Hauptstädter erarbeitet.

Viel Spaß bei eurer Gratis-Stadtrundfahrt wünscht euch euer Sparfuchs

Simon

Blogger @IndustriepalastHostel

Foto: Datei: #80043980 | Urheber: tilialucida

 

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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