Günstige Reisen

“Ich würde auch so gerne reisen, aber mir fehlt einfach das Geld!” Ist euch diese Ausrede auch schon begegnet? Travelblogs, neiderregende Instagram-Fotos und der scheinbar so viel aufregendere Facebook-Feed unserer vielgereisten Freunde wecken nicht nur unendliche Reisegelüste, sondern auch die Frage: Wie zur Hölle können die sich das leisten? Die Antwort ist ganz einfach: Reisen muss nicht teuer sein! Ganz im Gegenteil, denn die besten Erlebnisse kann man mit Geld ohnehin nicht kaufen. Wir vom Industriepalast Hostel Berlin bieten euch nicht nur einen komfortablen Aufenthalt in Wohlfühl-Atmosphäre zu einem unschlagbar günstigen Preis, wir wollen, dass ihr auch sonst Berlin so preisgünstig wie möglich erkunden könnt. Daher findet ihr in unserer neuen Serie Budget Berlin Tipps und Tricks für einen spannenden Städtetrip in die deutsche Hauptstadt, der den Geldbeutel minimal belastet.

Flugticket, Übernachtung, drei Mahlzeiten am Tag, Eintrittspreise, Souvenirs, ein paar Drinks hier,… – wer intensiv reist, dem wird schnell schwindelig vor lauter Ausgaben. Und nichts ist frustrierender, als jener Moment, wenn dir mitten in deiner Reise langsam aber sicher das Geld ausgeht. Aber Reisen ist nun einmal ein teurer Spaß, da kann man nichts machen? Der Engländer Leon Logothetis hat 90 Länder bereist mit einem Budget von gerade einmal 5$ am Tag. Und seine Geschichte ist nicht einzigartig: viele erfahrene Backpacker wissen, dass sich mit ein paar einfachen Tricks ein riesiger Haufen Geld sparen lässt – ohne dabei auf Komfort und spannende Erfahrungen zu verzichten. Wie das geht? Hier sind fünf Tipps für günstiges Reisen:

eins: Sei Individualist

All-Inclusive-Angebote und organisierte Reisen im Komplettpaket klingen verlockend, weil sie Komfort versprechen, du dich um nichts mehr kümmern musst und es scheinbar keine unerwarteten Kostenfallen gibt. Blöd nur, dass meist nichts davon zutrifft. Wer im Komplettpaket bucht, zahlt fast immer drauf. Die organisierte Reise kommt dann an ihre Versprechungen oft nicht mal annähernd heran: Touren in der großen Gruppe, mangelnder Komfort in der Unterkunft und ein Programm so einzigartig und aufregend wie Automatenkaffee am Flughafen.

Der bessere Weg ist, die Reise selbstständig zu planen – und am allerbesten dabei viel Raum für Spontanität und Flexibilität zu lassen. Über Vergleichsportale im Internet lassen Flüge zu günstigen Preisen finden, wobei ihr hier fast immer am Besten wegkommt, wenn ihr direkt bei der Airline bucht. Auch kann es sich lohnen, eure Anreise nicht für die Gesamtstrecke, sondern in Etappen zu buchen: Lokale Billigairlines wie Easyjet und Ryanair bringen euch innerhalb Europas zu unschlagbaren Preisen von A nach B, auch günstige Fernbusse oder Sparpreis-Tickets der Bahn können euren Geldbeutel schonen. Ein Direktflug von New York nach Berlin kann schnell 1.000 Euro und mehr kosten; ein Billigflug von New York nach Paris und ein Weiterflug mit Billigairline nach Berlin kosten oft nicht mehr als 250€ – noch Fragen?

Sucht euch eine Unterkunft vor Ort, die euch zusagt, und bucht direkt beim Hotel oder Hostel. Auf diese Weise könnt ihr in der Herberge eurer Wahl übernachten und zahlt nur das, was ihr tatsächlich auch wollt. Dort angekommen fragt nach Tipps und Empfehlungen für Unternehmungen, Sightseeing und Events in der Stadt – so erlebt ihr euer Reiseziel ganz individuell und ohne vorgefertigtes Katalogprogramm. Günstiger kommt ihr dabei eigentlich fast immer weg, und eure Erfahrung wird eine Einzigartige sein.

zwei: Entdecke die Langsamkeit

Ganz Europa in 7 Tagen entdecken? Mit solchen Angeboten wirbt so mancher Reiseveranstalter für Blitz-Reisen durch verschiedene Städte. Das Problem: Wer sieben Hauptstädte an sieben Tagen “macht”, der erlebt die Reiseziele wie in einem Film und zahlt dafür im Zweifelsfall noch ein Vermögen – klingt nicht unbedingt nach Traumreise. Beim günstigen Reisen gilt: In der Ruhe liegt die Kraft. Eine Woche dicht durchorganisierter Erlebnisreise mit vielen Stopps kann schnell teurer sein als ein ganzer Monat intensiver, langsamer Entdeckung. Natürlich hat nicht jeder die freie Zeit zur Verfügung, monatelang mit dem Rucksack um die Welt zu ziehen. Aber auch bei kürzeren Trips empfiehlt es sich, lieber ein oder zwei Reiseziele intensiv zu erkunden, anstatt von einer Lonely-Planet-Top-Destination zur nächsten zu hetzen. Wer länger an einem Ort bleibt, sieht mehr, geht tiefer und trifft interessante Menschen, außerdem kann man sich dann ganz in Ruhe in der Hostelküche mal ein Abendessen kochen anstatt für 30$ am Flughafen aufgewärmte Schnellküche zu verschlingen. In einer vielseitigen und bunten Stadt wie Berlin taucht man ohnehin erst nach ein paar Tagen vollständig ein. Und ist man erstmal angekommen im besonderen Vibe der Stadt, so sind die Erfahrungen und Erlebnisse garantiert um ein Vielfaches intensiver und bleibender, als eine durchgeplante Hetz-Foto-Safari entlang der Reiseführer-Hotspots. Wer langsam reist, reist intensiv, günstig und eindrücklicher.

drei: Mach’s wie die Einheimischen

Wer sich in den Touristen-Hotspots bekannter Reiseziele bewegt, wird dort selten Einheimische treffen. Das hat einen guten Grund: An solchen Orten geht es oft überteuert zu. Dass um einen Museumseintritt oder den Shuttlebus zu einer Sehenswürdigkeit manchmal kein Weg vorbeiführt ist logisch, aber im Großen und Ganzen könnt ihr doch sehr viel günstiger wegkommen, wenn ihr euch an die Locals haltet – und dabei erlebt ihr meist auch noch viel mehr. Nur weil ein Restaurant ganz oben im Reiseführer genannt wird, muss es deshalb noch lange nicht gut sein; aber teuer ist es allemal. Frag im Hostel nach, was die Einheimischen gerne essen und wo man das gut und günstig bekommt. Entwickle einen Blick für Orte, an denen viele Locals einkaufen oder essen und wage dich dort hinein. Nutze den öffentlichen Personennahverkehr statt teurer Taxis. Meide Pub-Crawl-Hotspots und versuche lieber in einer x-beliebigen Kneipe mit Leuten in Kontakt zu kommen – so blickst du hinter die touristische Fassade deines Reiseziels und erlebst den Ort zum Local-Preis. Das echte Leben einer Stadt spielt sich nicht in den Sehenswürdigkeiten ab, und wer sich an die Locals hält, bekommt meist ein deutlich vielschichtigeres und interessanteres Bild von einem Ort.

vier: Informiere Dich

Flexibilität und Spontanität machen das Reisen leichter und interessanter, aber das bedeutet nicht, dass ihr euch blauäugig und ohne einen blassen Schimmer von eurem Reiseziel einfach ins Abenteuer stürzen solltet. Wer sich vorab gut informiert, kann aus seiner Reise nicht nur das maximale Erlebnis herausholen – er spart auch bares Geld. Egal ob es um Sehenswürdigkeiten, Transportmittel oder Events geht, oft gibt es Sonderangebote, Gratis-Tage, oder günstige Alternativen. Wer etwa in Deutschland bei Zugreisen sein Ticket vorab online kauft zahlt mitunter nur ein Viertel des regulären Preises, außerdem sind Fernbusse und Mitfahrgelegenheiten oft noch günstiger. Anstatt euch blind auf die touristische Infrastruktur zu verlassen, tut ihr also meist besser daran, nachzuforschen, nachzufragen und so viele Infos zu bekommen, wie möglich. Travelblogs und Reiseportale im Internet stecken oft voller wertvoller Tipps und Empfehlungen, um günstig und erlebnisreich einen Ort zu entdecken. In Berlin gibt es etwa viele kostenlose Sehenswürdigkeiten, spannende Free Walking Tours, günstiges Essen und sogar eine Gratis-Bustour. Sei smart, informiere dich und nimm alles mit – ohne hohe Ausgaben.

fünf: Verzicht ist überbewertet

Klar, wer auf Komfort und Annehmlichkeiten verzichtet, der kann eine Menge Geld sparen. Aber wollt ihr die Nächte eurer hart verdienten Urlaubsreise wirklich auf harten Parkbänken verbringen und euch von Weißbrotscheiben und Leitungswasser ernähren? Reisen soll Spaß machen und ihr wollt euch wohlfühlen, daher solltet ihr euch gut überlegen, welcher Komfort euch wichtig ist und worauf ihr getrost verzichten könnt. So könnt ihr ganz einfach ein Gefühl für euer ganz persönliches Preis-Leistungs-Verhältnis entwickelt. Ein guter Schlaf im bequemen Bett ist euch wichtig, aber muss es wirklich das 1.-Klasse-Ticket für die eineinhalb Stunden Zugfahrt sein? Das Steak zu 40 Euro im vom Trip-Advisor empfohlenen Restaurant klingt verdammt lecker, aber darf es nicht auch diese gemütliche, von Einheimischen besuchte Gaststätte sein? Absoluter Verzicht bringt beim Reisen keinen Spaß, stattdessen solltet ihr euch die Dinge gönnen, die euch wirklich wichtig sind, und bei allem anderen lieber genau hinschauen, ob es sein muss. Auf diese Weise könnt ihr guten Gewissens den selbst gewählten Komfort genießen und es bleibt mehr Geld für das, was euch wirklich Freude bringt.

Komfort und Wohlfühl-Atmosphäre zu einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis, das ist auch der Anspruch bei uns im Industriepalast Hostel Berlin. Günstige Preise, gute Ausstattung und freundlicher Service sind bei uns das Mittel der Wahl. Also spart bares Geld und gönnt euch trotzdem, und bucht eure Übernachtung hier.

Bildnachweis: Datei: #110443648 | Urheber: sebra

Simon Reuter (Blogger)

Simon Reuter (Blogger)

ist Wahlberliner aus Überzeugung und vielgereister Backpacker aus Leidenschaft. Als Rezeptionist erlebt er das Hostel-Leben an vorderster Front, als Blogger leitet er seit 2014 den Berlin-Blog des Industriepalast Hostels.
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is Berliner by choice and a passionate backpacker himself. As a receptionist he knows the real hostel life; as a blogger he's been writing for Industriepalast Hostel's Berlin blog since 2014.
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